Kleine Zettel nach kleiner Wirkung

Ich bin über einen sehr amüsanten Text gestolpert:

http://derstandard.at/2000012720512/Kindergarten-Grosse-Geschaefte-kleine-Zettel

Nun ja, die dargestellte Situation ist nicht ganz so wie bei uns, aber auch ich verwende hin und wieder Erinnerungszettelchen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Einer davon: Ich merke mir auch nicht alles. Wenn ich im Moment in dem ich das Kind umziehe, sehe, dass keine frische Unterwäsche mehr da ist, schreibe ich gleich einen Zettel an den/die Betroffene/n. Damit entgehe ich dem Ärger mit mir selbst, wieder drauf vergessen zu haben wenn ich gerade im Stress bin, wenn das Kind abgeholt wird, außerdem bin ich auch nicht immer da wenn die Kinder abgeholt werden. Selten aber doch wird meine Gruppe übernommen und es kann sogar passieren, dass ich eine Pause mache.

Ein weiterer: Ärger. Oft steht das was auf den kleinen Zetteln steht schon seeeeeeeeeeehhhr lang auf einem Aushang der mitten an der Tür hängt. Um die betroffenen Eltern direkt darauf hinzuweisen bekommen sie einen kleinen, gelben Zettel. Oft auch gemeinsam mit einem Gespräch in dem die Bitte auftaucht doch bitte die großen Zettel zu lesen. Aber in einem ersten Moment hilft mir das Post It das Gefühl zu haben die Menschen freundlich aber bestimmt auf den Umstand hingewiesen zu haben. Wirkt zwar ein klein wenig passiv aggressiv aber es hilft. Vor allem auch im Hinblick auf das kommende Gespräch diesbezüglich.

Und außerdem: sparsam eingesetzt ist es wirkungsvoll. Das gelbe Zettelchen schafft etwas, dass das große nicht schafft. Genau erklären warum kann ich nicht. Vielleicht eine Mischung aus schriftlich-persönlicher Ansprache und dem Gefühl etwas übersehen zu haben und sich deswegen ein bisschen zu genieren. Auf jeden Fall hat es bis jetzt immer funktioniert. Ob es eine Bitte um auffüllen der Wechselwäsche war, oder eine Erinnerung des Ausflug zu bezahlen – am nächsten Tag war alles erledigt.

Das kleine, gelbe Zetterl ersetzt nicht den persönlichen Austausch mit den Eltern und es erklärt den Betroffenen auch nicht die Hintergründe (sollte diese komplizierter sein), aber wenn es um kleine Aufforderungen und Erinnerungen geht ist es ein großer Alltagshelfer!

Trotzdem eine spannende Lektüre und regt auch ein wenig zum nachdenken an. Ich hoffe die Eltern der Kinder in unserer Gruppe fühlen sich nicht so hilflos und allein gelassen wie es den Anschein bei diesem Autor macht…

 

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