Aus tiefstem Herzen Danke

Ich habe ja schon erwähnt, dass meine Assistentin eine ganze Schatzkiste ist, natürlich ist sie nicht die einzige. In unserem ganzen Haus und sicher überall in Österreich gibt es diese (hauptsächlich) Frauen, die um einiges mehr leisten als das wofür sie Anerkennung bekommen. Sei die verbal oder monetär.

Was eine Assistentin so alles leisten sollte aus dem Gesetz:

§ 21

Aufgaben der Assistentinnen und Kinderbetreuerinnen

(1) Die Assistentin ist eine nicht Gruppen führende (Sonder)Kindergartenpädagogin oder (Sonder)-Erzieherin an Horten, die unter Anleitung der Gruppenführenden in der Betreuung der Kinder tätig ist und daneben hauswirtschaftliche Arbeiten, mit Ausnahme von Grobreinigungsarbeiten, verrichtet.

(2) Die Kinderbetreuerin hat unter Anleitung der Gruppenführenden Betreuungsaufgaben wahrzunehmen und hauswirtschaftliche Arbeiten, mit Ausnahme von Grobreinigungsarbeiten, zu verrichten.

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrStmk&Gesetzesnummer=20000291

 

Speziell auf Wien bei der MA10:

Aufgabenbereich

  • Unterstützung der pädagogischen Tätigkeiten
  • Reinigung und Instandhaltung der pädagogischen Räume während der Betriebszeiten
  • Erledigen hauswirtschaftlicher Tätigkeiten
  • Unterstützen der Kinder bei der Alltagsroutine
  • Unterstützen der Kinder bei den Mahlzeiten
  • Begleiten der Kinder bei Ausflügen

Quelle: https://www.wien.gv.at/verwaltung/personal/jobprofile/kindergarten/kindergartenassistenz.html

 

Das ist ja schonmal einiges. Sowohl putzen als auch die hauswirtschaftlichen Tätigkeit und dann auch noch bei pädagogischen Tätigkeiten unterstützen, das übrigens ohne Zeit für Vorbereitung.

Dann kommen da übrigens noch das eventuelle Wickeln und Hilfe beim Klo gehen dazu.

Und damit Sie sich das jetzt besser vorstellen können ein ungefährer Tagesablauf meiner Assistentin, die allerdings um einiges mehr leistet (als im Gesetzt steht – notwendig wäre so jemand in jeder Gruppe) und damit mein Leben und vor allem das der Kinder extrem bereichert:

Wenn sie kommt wird sie gleich von einigen Kindern die sie besonders lieben bestürmt und hat kann sich dabei kaum von den ersten Geschichten erwehren, was sie allerdings auch nicht möchte obwohl ich die Kinder dann manchmal bitte ihr doch etwas Raum zum ankommen zu geben. Sie kommt übrigens immer 10 Minuten vor Dienstbeginn, ist dann aber immer schon bereit mich gleich abzulösen wenn ich schon dringend aufs Klo muss – weil ich schon ne Stunde davor Dienstbeginn hatte und allein war.

Dann folgt das einläuten zur Jause und die Vorbereitung der kreativen Tätigkeit für den Tag. Währenddessen schaut sie immer ob am Jausentisch alles sauber ist für die Kinder und geht schon die ersten beim Klogang unterstützen.

Nach der Jause wird der Tisch gesäubert und das Geschirr in die Küche gebracht und dort in den Geschirrspüler eingeräumt. Es folgt die Freispielzeit in der sie entweder mit den Kindern kreativ gestaltet oder Spiele spielt oder ein Buch liest. Dabei immer bedacht darauf, dass es zu unserem Thema oder zur Jahreszeit passt.

Beim Morgenkreis ist sie immer eingebunden, achtet darauf bei Kindern zu sitzen die die Aufmerksamkeit genießen aber auch diejenigen die sich schwerer damit tun sich zu konzentrieren in ihrer Nähe zu haben. Manchmal übernimmt sie auch den Morgenkreis wenn ihr zu einem Thema etwas ganz besonderes einfällt.

Nach dem Morgenkreis unterstützt sie die Kinder beim anziehen für den Garten oder hilft bei der Einteilung für den Bewegungsraum oder bastelt mit den Kindern die es sich wünschen. Nebenbei werden die Tische für die 25 Kinder gedeckt – das Geschirr wieder geholt und es brauchen immer wieder Kinder Hilfe im Waschraum oder beim schließen von Verschlüssen.

Danach ist Mittagessen – das Essen wird erwärmt, geholt und gemeinsam ausgegeben. Kinder die Hilfe brauchen, bekommen das Essen geschnitten, dazwischen wird öfter der Boden aufgewischt oder Kinder daran erinnert bitte näher an den Tisch zu rücken.

Nach dem Mittagessen müssen Tische und Boden gereinigt  und das Geschirr gewaschen werden. Kinder die nicht so gern aufs Klo gehen werden daran erinnert es doch bitte zu versuchen bevor was in die Hose geht.

Es folgt eine Phase der Entspannung für die Kinder aber auch für uns – meine Assistentin löst mich zur Pause ab. An kurzen Tagen geht sie dann nach hause. An langen Tagen, gehts dann weiter mit der Jause – wieder decken, wieder Geschirr, wieder kehren. Danach werden einige Kinder geholt die restlichen haben Freispielzeit verbunden mit Kleingruppenangeboten und danach gehts in die Sammelgruppe oder in den Garten.

Das ist an einem guten Tag. Wenn wir zu zweit sind. Wenn nicht übernimmt sie auch noch die Elterngespräche, die gesamte pädagogische Arbeit, die Gruppenaufsicht, die Gestaltung von Aushängen und Information an Eltern und Leitung über besondere Geschehnisse. Und dann kriegt sie auch nicht mehr.

Meine Schatzkiste beeinflußt ihr Kind ebenso wie ich, wird dafür schlechter bezahlt und noch weniger gesehen. Helfen Sie mit einen kleinen Unterschied zu machen und sagen Sie auch einfach mal Danke an diese großartigen Persönlichkeiten.

 

 

 

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